Friday, 23. May 2008
Das sieht ja wirklich schlimm aus. Ich mache mich an die Arbeit. Beim normalen Backrohr stoße ich schnell an meine Grenzen. Nur ein Wischtuch geht nicht. Kurz entschlossen hole ich die Kratzbürste. Trotzdem: Ich werke mehr als eine Stunde, bis ich alle Verschmutzungen entfernt habe.
Wasserdampf
Bei meinem zweiten Versuchsobjekt soll Wasserdampf die Verschmutzung anlösen. Ich schütte 0,4 l Wasser in die Mulde am Backofenboden, gebe ein paar Tropfen Spülmittel dazu und starte das Programm. Der Wasserdampf löst in etwa 20 Minuten die Verschmutzungen an. Dann mache ich mich ans Auswischen. Es geht leichter als beim normalen Backofen. Auch hier kämpfe ich mit den hartnäckigen Verkrustungen. Ich bin schneller. Aber genauso geschafft.
katalytische Selbstreinigung
Nächster Versuch - diesmal mit katalytischer Selbstreinigung.
Bei diesem Reinigungsverfahren sind die Innenwände des Backofens mit einer speziellen Beschichtung versehen, die Katalysatoren enthält. Bei einer Temperatur von 200-300 °C und in Verbindung mit Sauerstoff werden Fettverschmutzungen in Kohlendioxyd und Wasser umgewandelt. Der Nachteil: Die Spezial-Beschichtung ist sehr empfindlich und darf weder mit Bürsten noch scharfen Reinigungsmitteln behandelt werden. Und: Eiweiß- und Kohlenhydrat-Verschmutzungen bleiben trotzdem auf den Oberflächen haften. Wie entferne ich die?
Pyrolyse
Die Pyrolyse - auch unter Pyroluxe oder Active clean bekannt - steht als letzter auf dem Programm. Dazu muss ich erst die gröbsten Krusten entfernen. Weil sie sonst Feuer fangen könnten. Das ist schon mal Vorreinigung. Dann die Tür schließen und die Pyrolyse starten. Der Ofen werkt einmal. Und das gar nicht so kurz. Fast drei Stunden ist das Gerät im Einsatz, bis der Vorgang beendet ist. Dann muss ich erst mal gründlich lüften, um den Geruch nach verbranntem Essen aus dem Zimmer zu bekommen. Doch das wars auch auch schon. Ich musste gar nicht mehr viel tun. Einfach auswischen. Ein paar Kleinigkeiten noch entfernen.
Mein Fazit: Backofenreinigung ist noch immer nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Am gescheitesten wäre, das Backrohr wirklich konsequent auszuwischen. Aber wer tut das schon? Die Selbstreinigungsprogramme sind hier eine große Hilfe. Weniger oder kein Backofenspray, ich musste nicht soviel schrubben, und ich war deutlich schneller... Ganz ohne Arbeit geht's aber noch nicht :-)
Ein paar Testberichte habe ich ebenfalls noch gefunden. Der beste war meiner Meinung nach im ARD Technikratgeber.
Wo findet Ihr was?
- Diese Hersteller setzen auf Wasserdampf: Neff, Gorenje
- Diese Hersteller haben Pyrolyse, Pyroluxe, active clean, ... im Programm: AEG, Electrolux Juno Zanussi, Elektra Bregenz, Miele, Bosch, Siemens, Neff, Bauknecht, Whirlpool
- Hier gibt es Herde mit katalytischer Selbstreinigung: AEG, Whirpool, Bauknecht, Elektra Bregenz, Miele, Electrolux Juno Zanussi, Bosch, Siemens, Neff
Bericht:
feelia