Basenfasten: Wie es wirkt, warum es froh macht

Wer sich für Basenfasten entscheidet, verzichtet eine bestimmte Zeit lang auf säurebildende Lebensmittel und Getränke wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Zucker, Hülsenfrüchte, Getreideprodukte, Alkohol, Limonaden, Kaffee, grünen und schwarzen Tee. Säurebildend wirken besonders solche Lebensmittel, die reich an Protein sind. Basenbildend und somit entsäuernd wiederum wirken solche, die besonders reich an Mineralien wie Calium, Kalium, Magnesium, Natrium und Spurenelementen wie Eisen, Zink, Mangan Kupfer und Chrom sind. Also Gemüse, Früchte, Kartoffeln und frische Kräuter, die beim Basenfasten für fünf bis sieben Tage am Speiseplan stehen. Diese Lebensmittel sind mineralstoff- und vitaminreich und dazu kalorienarm.

„Basenfasten wirkt wie Frühjahrsputz“, bringt es Elisabeth Fischer in ihrem Kochbuch „Heilsames Basenfasten – 120 Rezepte für Einsteiger“ auf den Punkt, im Jänner 2017 im Kneipp-Verlag, Wien, erschienen. Der Säure-Basen-Haushalt kann wieder ins Gleichgewicht kommen, der Organismus auf Hochtouren laufen.

Je älter wir werden, desto wichtiger wird die Balance zwischen Säure und Basen in unserem Körper.

Basenfasten: Wohlschmeckend ohne Hungergefühl

Dieses Empfinden deckt sich mit meiner Erfahrung, die ich bei meinem Basenfasten im Kloster Pernegg im April 2019 gemacht habe. Der fünftägige Verzicht auf säurebildende Lebensmittel war ein Gewinn, hat meinen Körper spürbar entlastet und vitalisiert. Ich fühlte mich frischer, nicht mehr bleiern müde am Morgen. Die veganen Speisen haben mir gemundet und mich trotz minimalem Kaloriengehalt sattgemacht: Vom Hirsebrei am Morgen, über das Apfelmus am Vormittag, das Kartoffel-Zucchini-Gemüse zu Mittag und die Pastinaken-Suppe am Abend. Regelmäßige Mahlzeiten verhindern Heißhungerattacken. Gut gewürzte Speisen brauchen weniger Salz. Wichtig ist es, viel zu trinken. Empfohlen werden zwei bis drei Liter Kräutertees und/oder Wasser ohne Kohlensäure.

Bewegung und innere Einkehr

Wohltuend während des Basenfastens ist es, einen Gang zurückzuschalten, sich viel Ruhe und moderate Bewegung zu gönnen. Ein Mittagsschläfchen, Spazierengehen, sanftes Yoga, Massage und/oder ein Saunaaufguss verstärken die positive Wirkung der körperlichen Entlastung. Gleichzeitig spüren wir positive Veränderungen auf der seelischen Ebene. Wenn wir uns darauf einlassen, kann uns die innere Einkehr Belastungen aufspüren lassen und in Folge Blockaden lösen.

Die Zeit nach dem Fasten

Besonders groß ist der Gewinn für die Gesundheit, wenn nach dem Basenfasten ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt zum Normalzustand wird. Das stärkt die Selbstheilungskräfte. Das Risiko für Osteoporose, Krebserkrankungen, Erkrankungen des Verdauungssystems, der Gelenke, des Herzkreislaufes, Diabetes und Rheuma soll sinken. Auch unser Hautbild profitiert, der Teint wird frischer und die Haut straffer.

Anregung für eine ausgewogene Ernährung finden Sie z.B. in dem Ratgeber

  • Säure-Basen-Balance Schlüssel zu mehr Wohlbefinden“ von Eva-Maria Kraske, Gräfe und Unzer Verlag, 2013, München
  • Unter saeure-basen-forum.de wird ein Säure-Basen-Rechner angeboten.
  • „Natürlich entsäuern“ von Thomas Frankenbach, riva Verlag, 2019, München

Tipp: Mit dem Fasten sollte man es immer langsam angehen. Wenn Sie noch nie oder schon lange nicht mehr gefastet haben, starten Sie mit einigen Entlastungstagen, an denen Sie beginnen, säurebildende Lebensmittel zu reduzieren. Ebenso wichtig ist, sich nach dem Basenfasten wieder langsam an die größere Lebensmittelauswahl zu gewöhnen.

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